Social Media ist einfach! Oder doch nicht?

Auch in kleinen Betrieben wird immer klarer: Social Media ist ein Thema. Man sollte sich damit beschäftigen. Ja, so schwer wird das nicht sein?
„Nein, überhaupt nicht“, sagt zumindest der Sohnemann und die Tochter lacht: “lol“, Instagram kann doch jeder!“

Stimmt – wenn man die Dienste privat nutzt, dann ist das für die meisten Menschen „unbeschwert“. Beruflich effizient und zielführend einzusetzen – da schaut das ganze schon etwas anders aus. Plötzlich fällt auch den Mitarbeitern nichts mehr ein und finden es gar nicht mehr so toll, während der Arbeitszeit posten zu „müssen“. Und so kommt der Tag, da sitzen Sie selbst abends noch vor dem PC  und verfassen Postings für den Facebook Kanal.

Zu Recht fragen Sie sich, wie soll man nun eigentlich vorgehen? Was ist richtig, was ist falsch, auf was muss man achten?
Wir zeigen euch drei mögliche Vorgehensweisen.

  1. Die Holzhacker-Methode

„Frau Meier“, Sie sind eh den ganzen Tag in Facebook, jetzt machen’s  mal was für unsere Firmen-Facebookseite“.
Ein motivierter Mitarbeiter bekennt sich zu dem Thema oder wird damit „zwangsbeglückt“. Vielfach meint man, das kann ich privat gut, dann muss das beruflich auch klappen. Man postet mal drauf los und das kann durchaus auch gut werden, ist aber nicht immer so.

Vorteile:

  • man sitzt direkt am Ort des Geschehens und weiß was gerade abläuft
  • was gepostet werden darf, ist schnell geklärt
  • nötige Fotos oder Videos sind auf kurzem Weg erhältlich

Nachteil:

  • der Arbeitsalltag ist auch ohne Social Media intensiv
  • nötige Kapazitäten wie Zeit und gute Ideen sind rar
  • alle reden mit was gepostet werden soll, Facebook die eierlegende Wollmilchsau da passt ja alles rein  und die Mitarbeiterin sitzt eh nebenan, da kann man schnell Infos beisteuern

Fazit: Es kann gut funktionieren, wenn man laufend mit passendem Content versorgt wird, regelmäßig postet und dabei eine Linie im Layout und in der Themenwahl fährt.

  1. Die „Bloß-Weg-Damit“-Methode

„Eigentlich mögen wir Social Media nicht, dieses dauernd online sein und immer der Druck, was poste ich jetzt!
Mit sowas wollen wir nicht unsere Zeit vergeuden.“

Die zweite Möglichkeit ist, das Thema Social Media abzugeben und eine Social Media Agentur zu engagieren. Hurra, endlich sind wir das Thema los und wir sind im Social Media erfolgreich!

Vorteile

  • Experten kümmern sich um den idealen Social Media Auftritt
  • Der Kopf ist frei für das laufende Geschäft

Nachteile

  • die Mitarbeiter der Social Media Agentur wissen nicht, was gerade im Unternehmen geschieht, man hat nicht immer Zeit alle Infos zeitnah weiterzugeben,
  • die Wege zur Freigabe und Contenterstellung sind teilweise sehr lang
  • die Postings sind allgemein und vorsichtig formuliert, um dem allgemeinen Image der Branche zu entsprechen
  • die Bildsprache und Schreibstil sind urfad und erinnern an Pressetexte

Fazit: Die Likes bleiben aus und schuld ist natürlich die überbezahlte Agentur.

Was ist hier passiert?

Die Lösung führt zur wahrscheinlich erfolgreichsten Methode:

  1. Die „Sich Auf Social Media Einlassen“- Methode

Die Social Media Agentur erarbeitet gemeinsam mit dem Unternehmen Ziele aus und plant eine solide Strategie.

Vorteile

  • Unternehmensexperten treffen auf Social-Media-Experten
  • Eine gemeinsame „Sprache“, gemeinsame Ziele werden festgelegt und von der Agentur umgesetzt.
  • Die Mitarbeiter werden miteinbezogen, jedoch nicht zwangsbeglückt

Nachteile

  • Das Unternehmen muss sich bis zu einem gewissen Grad in die Materie Social Media einarbeiten und ein grundlegendes Verständnis für diese Art der Kommunikation zu entwickeln
  • Einige personelle Ressourcen sind für die laufende Zusammenarbeit nötig

Fazit: Das branchenspezifische Knowhow des Unternehmens und das Wissen der Social-Media-Agentur ergeben ein erfolgreiches Ganzes.

Gastbeitrag von Mag. Karolina Putz MSc

Frau Mag. Putz ist freie Journalistin  und macht Social Media unter anderem für einen Film (Lehrling der Zeit) und das Katholische Bildungswerk Tirol.

2018-03-04T09:47:45+00:00

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